Was macht eigentlich ein Stylist?

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Stylist? Das ist doch der, der die Stars und Sternchen für den roten Teppich anzieht… Richtig – auch! Denn das ist nur eine der Styling Karrieren, die du einschlagen kannst. 

Stylisten sind meist hinter den Kulissen aktiv und dort ein essentieller Part großer Unternehmen (wie z.B. Mytheresa oder Net a Porter, etc.), den Modenschauen in Paris, London und auch Berlin und sogar bei Werbespots. Du kennst bestimmt die ‘Supergeil‘-Werbung im Fernsehen von Edeka? Rate mal wer das Outfit für den coolen Edeka-Opa zusammengestellt und dafür gesorgt hat, dass sein Pulli und Sakko ordentlich und faltenfrei aussehen und die Brille zum Rest passt?! 

Bei all den Möglichkeiten, die die Tätigkeit des Stylisten dir bietet, stellt sich nun die Frage, welche Art von Stylist du gerne sein möchtest. Um dir dabei zu Helfen auf diese Frage eine Antwort zu finden, gehen wir die einzelnen Arten einmal durch:

Celebrity Stylist / Stylist für den roten Teppich

Wie einleitend schon erwähnt, ist diese Art von Stylist vermutlich die bekannteste und “beliebteste“ unter allen Formen des Stylisten-Daseins. Der Celebrity Stylist hilft seinen Kunden für den roten Teppich, Presse Veranstaltungen und manchmal sogar den Alltag (in Deutschland eher selten) das perfekte Outfit zu finden und einen einheitlichen und persönlichen Look zu erschaffen. 

Fashion / Editorial Stylist

Das sind die Stylisten, die an der Entstehung der wunderschönen Bilder mitwirken, die du wahrscheinlich aus den vielen Hochglanzmagazinen wie Vogue, Elle und Harpers Bazaar kennst und die häufig schon die Schwelle zur Kunst überschreiten. Editorielle Stylisten können beim Magazin fest angestellt sein oder aber als freie Mitarbeiter an einer Magazinstrecke arbeiten. In jedem Fall aber arbeiten sie im Team mit einem Fotografen, einem Hair- und Makeup Artisten und einem Creative Director zusammen, um die Vision des Chefredakteurs umzusetzen. 

Commercial Stylist / Stylist für Werbung

Commercial Stylisten arbeiten, wie es das englische Wort ’Commercial’ (dt. kommerziell bzw. werblich) schon vermuten lässt, an Print- und TV-Werbungen mit. Das beinhaltet jede Art von Werbung, die du dir vorstellen kannst. Sei es der neue Werbesport für einen Automobilhersteller, die Online-Kampagne für Pflastersteine für deine neue Garageneinfahrt oder die glückliche Familie, die beim Essen am Tisch für ein Kochmagazin fotografiert wird. Obwohl es sich hierbei nicht immer um die glamourösesten Jobs handelt, sind es häufig die, die deine Miete zahlen.  Eine Buchung für einen Commercial Job kommt oft über Empfehlungen von Fotografen mit denen man schon einmal gearbeitet hat oder er wird über eine Agentur vermittelt. 

Personal Stylist / Persönlicher Stylist

Während du in den vorab beschrieben Arten des Stylisten-Daseins überwiegend Models oder Stars stylst, kann dein Kunde als persönlicher Stylist grundsätzlich jeder sein. Von der Nachbarin oder Freundin, die deine Hilfe für Bürolooks oder eine Firmenveranstaltung braucht oder einfach nur einen einheitlichen Look kreieren möchten, der zu ihr passt.
Doch egal wer es ist, es ist dein Job mit deiner Expertise Empfehlungen für Farben, Formen und Schnitte zu geben, ihre Schönheit in ihnen hervorzubringen und ihnen somit ein neues Selbstbewusstsein zu schenken. Kunden für ein persönliches Styling kannst du im Grunde überall finden. Sogar online über sogenannte Curated Shopping Services (Kisura, Zalon, Modomoto, Outfittery) hast du die Möglichkeit vollkommen digital coole Looks für deine Kunden zusammenzustellen und bequem von der Couch aus Geld zu verdienen. 

Stylist für Fashion Shows

Diese Stylisten arbeiten eng mit den Designern großer Modemarken und auch kleinerer unabhängiger Marken zusammen. Hier kann es die Aufgabe des Stylisten sein, die Kollektion aus einer neuen, frischen Perspektive zu beleuchten und Ideen einzubringen, die Botschaft hinter der Kollektion in der Show hervorzubringen oder auch nur die Kollektion durch passende Accessoires und Schuhe für den Laufsteg zu komplettieren.

Stylist für Fernsehen & TV Shows

Auch Garderobiere genannt, werden die Stylisten, die Nachrichtensprecher, Reporter und auch Darsteller in Serien anziehen. Ob du es glaubst oder nicht, aber deine liebsten Gossip  Girls  oder Taff Moderatoren hatten die Hilfe eines Stylisten, der für sie vom Start bis hin zum Finale immer den perfekten Look gewählt hat. 

Stylist für Film 

Nicht zu verwechseln mit der vorab erläuterten Art, ist der Stylist für Filme für den Look der Darsteller zuständig. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk darauf, den gespielten Charakter durch das Outfit zu unterstreichen bzw. zu komplettieren. 

E-Commerce Stylist

Von all den Websites auf denen du online shoppen gehst, kennst du bestimmt die vielen Bilder, die dir das Kleidungsstück deiner Begierde von allen Seiten und am Model zeigen… Für all diese Bilder sind viele Stylisten am Werk und stellen sicher, dass Kleidung, Schuhe und Accessoires (ja, auch Schmuck und Schuhe) für dich als Kunde ansprechend aussehen. Diese Stylisten sind meist Fest angestellt und werden nur Aushilfsweise von freiberuflichen Stylisten unterstützt. Bei den Unternehmensspezifischen Richtlinien, an die man sich beim Styling halten muss, gibt es nicht viel bis keinen Freiraum für Kreativität – dafür ist aber das Einkommen beständig.

Still Stylist 

Anstelle des Stylings am Model konzentrieren sich Still Stylisten auf das Styling der Ware an einer Büste bzw. Kleiderpuppe oder als Leger. In den meisten Fällen findet sich diese Disziplin als eine Art des Commercial bzw. des E-Commerce Stylings wieder deren Bilder häufig in Online Shops zu sehen sind.
Auch hier müssen Kleidung und Accessoires ansprechend für den Kunden dargestellt werden – nur eben nicht am Model. Leger (Flatlays) werden oft auch durch weitere Deko-Elemente ergänzt. Aber nicht nur Leger und Büste machen ein sogenanntes Still Life aus. Die Kleidung kann auch kunstvoll auf einem Sofa, auf einem Bügel an der Wand hängend und auch sonst überall ansprechend drapiert werden. Deiner Kreativität sind hier höchstens durch die Anforderungen vom Kunden – die in jedem Fall zu berücksichtigen und einzuhalten sind – Grenzen gesetzt. 

Abschließend ist zu sagen, dass es bei den vielen Möglichkeiten als Stylist durchzustarten nicht unbedingt nur A oder B sein muss. Da auf dem deutschen Markt ein völlig anderes Selbstverständnis des Stylisten existiert, als z.B. auf dem amerikanischen Markt, stellen sich Stylisten hierzulande oft versatil auf und gehen mehreren der oben genannten Tätigkeiten nach. 

Doch Achtung: Es sollte niemals so sein, dass du einfach alles was mit Styling zu tun hat annimmst nur um des Jobs willen. Eine klare Ausrichtung und Positionierung sind im Beruf des Stylisten und für dessen Erfolg genauso wichtig wie in jeder anderen Branche auch. Hier gehört es ganz klar auch dazu, eine Option abzusagen, wenn diese nicht deiner Ausrichtung bzw. deinem Schwerpunkt entspricht. Sei hier in jedem Fall auch ehrlich zu dir selbst und frage dich, ob es für dich und den Kunden das Beste ist, wenn du die Option annimmst, die dir vielleicht gar nicht so liegt und beliebt.

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